Key Takeaways
ROAS = Umsatz durch Werbung ÷ Werbekosten — die Kernkennzahl für Kampagnen-Effizienz.
Ein „guter“ ROAS hängt von der Marge ab: Bei niedrigen Margen braucht es oft 5+, bei digitalen Produkten reichen 2–3.
ROAS ist nicht ROI: Produktkosten und Fixkosten fehlen — ein ROAS von 5 kann trotzdem unprofitabel sein.
Die stärksten Stellhebel: präzises Targeting, Creative-Tests und vor allem bessere Landingpages.
Einleitung: Warum ROAS für Online-Marketer so wichtig ist
Wer im Online-Marketing Geld in Werbung investiert, möchte wissen: Lohnt sich das? Genau hier kommt der ROAS ins Spiel. Der „Return on Ad Spend" ist eine der wichtigsten Kennzahlen im Performance-Marketing, weil er zeigt, wie viel Umsatz du im Verhältnis zu deinen Werbekosten erzielst.
Ein hoher ROAS bedeutet, dass deine Kampagnen effizient laufen. Ein niedriger ROAS zeigt, dass Optimierungspotenzial besteht.
In diesem Beitrag erfährst du:
Was ROAS bedeutet und wie er berechnet wird
Welche Werte als „gut" gelten
Wie ROAS und ROI zusammenhängen
Mit welchen Maßnahmen du deinen ROAS steigern kannst
Was bedeutet ROAS?
ROAS steht für Return on Ad Spend und misst die Effizienz deiner Werbeausgaben. Die Formel lautet:
ROAS = Umsatz durch Werbung / Werbekosten
Beispiel: Du gibst 1.000 Euro für Google Ads aus und erzielst damit 5.000 Euro Umsatz. Dein ROAS beträgt 5 (5.000 / 1.000). Das bedeutet: Jeder investierte Euro bringt dir 5 Euro Umsatz zurück.
Welche ROAS-Werte sind gut?
Es gibt keinen pauschalen Idealwert, da er stark von Branche, Marge und Geschäftsmodell abhängt.
Niedrige Margen (z. B. im E-Commerce): Hier ist oft ein ROAS von 5 oder mehr notwendig, um direkt profitabel zu sein.
Hohe Margen (z. B. digitale Produkte): Schon ein ROAS von 2 oder 3 kann ausreichen.
Markenaufbau-Kampagnen: Manchmal wird bewusst ein niedriger ROAS in Kauf genommen, um Reichweite zu gewinnen.
Beispiel: Ein Mode-Shop mit durchschnittlich 60 % Marge braucht einen höheren ROAS als ein Anbieter von Onlinekursen mit 90 % Marge.
Unterschied zwischen ROAS und ROI
Häufig wird ROAS mit ROI (Return on Investment) verwechselt, doch es gibt Unterschiede:
ROAS betrachtet nur den Zusammenhang zwischen Werbekosten und Umsatz.
ROI berücksichtigt zusätzlich alle anderen Kosten, wie Produktkosten, Fixkosten oder Personal.
Beispiel: Wenn dein ROAS bei 5 liegt, hast du mit 1.000 Euro Werbung 5.000 Euro Umsatz gemacht. Liegen aber deine Produktkosten bei 4.000 Euro, bleibt der tatsächliche Gewinn sehr gering.
Strategien zur Verbesserung des ROAS
1. Zielgruppen präzise definieren
Je besser deine Zielgruppe, desto weniger Streuverluste. Nutze Zielgruppen-Segmente, Lookalike Audiences oder Remarketing. Meta und Co. bieten mittlerweile KI-gestützte Tools an, um das Targeting zu übernehmen: „Broad Targeting" lernt mit, wo deine Werbung am effektivsten ist.
2. Kampagnenstruktur optimieren
Eine klare Struktur in Google Ads, Meta Ads oder anderen Plattformen sorgt für bessere Steuerung. Unterteile Kampagnen nach Zielgruppen, Keywords oder Produkten, um die Performance genauer auszuwerten.
3. Anzeigentexte und Creatives testen
Anzeigen müssen Aufmerksamkeit erzeugen und überzeugen. Führe regelmäßig A/B-Tests mit unterschiedlichen Headlines, Bildern und Call-to-Actions durch. Beispiel: Schon ein anderes Bildmotiv kann die Klickrate verdoppeln und den ROAS deutlich steigern.
4. Landingpages verbessern
Oft ist nicht die Anzeige das Problem, sondern die Seite, auf die sie führt. Die Landing Page muss im Markenbild deiner Werbung und Website stimmig sein. Achte auf:
klare Botschaften
schnelle Ladezeiten
mobil optimiertes Design
überzeugende Call-to-Actions
5. Gebotsstrategien anpassen
Plattformen wie Google Ads oder Meta Ads bieten automatische Gebotsstrategien. Teste unterschiedliche Modelle (z. B. Conversion-Wert maximieren). Wenn eine Kampagne besser läuft, beobachte, ob sich die Performance bei mehr Budget verändert. Oft werden Anzeigen ineffektiver, je mehr Budget ausgegeben wird.
6. Fokus auf Customer Lifetime Value (CLV)
ROAS betrachtet den kurzfristigen Umsatz. Noch wichtiger ist, wie viel ein Kunde über die gesamte Beziehung hinweg einbringt. Kampagnen mit zunächst niedrigem ROAS können sich langfristig lohnen, wenn sie treue Kunden gewinnen. Beispiel: Ein Abo-Modell kann auch mit einem ROAS von 1,5 profitabel sein, wenn der Kunde über Monate oder Jahre bleibt.
Fazit: ROAS ist ein wichtiger, aber nicht alleiniger Erfolgsfaktor
Der ROAS zeigt dir, wie effizient deine Werbeausgaben in Umsatz umgewandelt werden. Doch er darf nicht isoliert betrachtet werden. Berücksichtige immer auch Margen, Fixkosten und die langfristige Kundenbindung.
Wenn du deine Zielgruppen präzise ansprichst, Kampagnen regelmäßig testest und Landingpages optimierst, kannst du deinen ROAS Schritt für Schritt steigern.
💡 CTA für dich: Beginne mit einer Analyse deiner bestehenden Kampagnen, berechne den ROAS pro Kanal und leite daraus konkrete Optimierungen ab.
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Jonas optimiert seit Jahren Shops auf Conversion — mit datengetriebenen A/B-Tests für über 103 E-Commerce-Brands wie LuckyHemp und Alb-Filter. Bei SCAEL verantwortet er Strategie und Testing.
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